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Julie Leuze, Autorin

Julie Leuze, Autorin

Rumpelding ist das rumpelige Haustier eines Zauberers.

Nanu? Was bitte soll ein Rumpelding sein? Und gibt es noch 
mehr Rumpeldinger, dort draußen in der großen, weiten Welt? 

Genau das fragt Rumpelding sich auch! Und weil der Zauberer 
immer nur mit seinen Zaubersprüchen beschäftigt ist, begibt 
sich Rumpelding einfach selbst auf die Suche.
Zusammen mit 
seinem Freund Oink, „oinem Schwoinchen mit klitzekloinem 
Sprachfehler“, zieht er aus in die Welt. Dort finden sie neue 
Freunde – und eine überraschende Antwort …


Cover RumpeldingDas Rumpelding, seine kleinen, mutigen Freunde und die große, weite Welt
Kinderbuch ab 5 Jahren mit Illustrationen
Carlsen, VÖ 31. August 2018
128 Seiten
12,00 €
ISBN-10: 3551654212
ISBN-13: 978-3551654212
Auch als gekürztes Audiobook auf CD erhältlich
gelesen von Martin Baltscheit


Eine abenteuerliche Geschichte
 zum Vorlesen, Rumrumpeln und Zusammenkuscheln!


Leseprobe

„Warte, Rumpelding!“, keucht Oink. „Ich komme doch mit zum Fluss.“
„Ich gehe nicht zum Fluss“, sagt Rumpelding feierlich. „Ich gehe in die große, weite Welt.“
„In die große, woite Welt?“, wiederholt Oink verständnislos. „Warum?“
„Weil ich wissen muss“, erklärt Rumpelding, „ob es außer mir noch andere Rumpeldinger gibt.“
Oink verzieht das Gesicht und fängt an zu jammern. „Oje, oje, oje, daran bin ich schuld, ich ganz alloin! Bitte, Rumpelding, vergiss moine blöde Bemerkung von vorhin! Ich war schlecht gelaunt … Komm, lass uns oinfach an den Fluss gehen, ja?“
Energisch schüttelt Rumpelding den Kopf.
„Aber … aber …“ Oink rennt neben Rumpelding her und ringt die Hufe. „Aber es ist gefährlich in der großen, woiten Welt! Moine Mama sagt immer: ‚Oink, die Brücke am Fluss führt in die Fremde und du darfst sie auf gar koinen Fall überqueren!‘“
„Du darfst das vielleicht nicht. Aber ich darf.“

Rumpelding trabt und trabt und hält sein Schnäuzchen in den Wind, denn man riecht sie schon, die große, weite Welt. Und sie riecht aufregend und fremdartig und verlockend, nach bunten Blumen und tiefem Wald, nach salzigem Wasser und felsigen Berggipfeln.

Schon haben Rumpelding und Oink das Ende des Dorfes erreicht. Vor ihnen liegt der gurgelnde, grünblaue Fluss. Einladend wölbt sich die hölzerne Brücke darüber. Am anderen Ufer erstreckt sich die Fremde: eine riesige, kunterbunte Blumenwiese.
„Bis bald, Oink“, sagt Rumpelding und fühlt sich wie ein echter Abenteurer. „Falls ich nicht zurückkehre, sollst du wissen, dass du mir immer ein guter Freund warst! Na ja, meistens.“ Oink blickt über die Brücke.
Und zurück zum Dorf.
Und wieder über die Brücke.

„Oinverstanden“, sagt Oink schließlich und schluckt. „Ich komme mit.“
„Wie?“ Rumpelding macht große Augen. „Wie war das gerade?“
„Putz dir mal die Ohren, Rumpelding“, grunzt Oink. „Ich sagte: Oinverstanden. Ich komme mit. Denn moine Mama verbietet mir zwar, über die Brücke in die Fremde zu gehen. Aber anderersoits sagt sie immer: ‚Oink, soine Freunde lässt man niemals im Stich!‘“
Rumpelding lächelt.
Oink greift nach Rumpeldings Pfote, und gemeinsam überqueren sie den Fluss. Unter ihnen murmeln die Wellen.
Es klingt, als wünschten sie den Freunden Glück.